FAQ

Was ist das Ziel des Themenforums #Chancen, #Vielfalt, #Aufstieg?

Im Fokus des Themenforums des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI), #Chancen, #Vielfalt, #Aufstieg steht die Frage, wie die gezielte Förderung von „Talenten“ die Integration voranbringt und damit das soziale Miteinander stärkt. Im Rahmen dieses Themenforums sollen innovative Projektbeispiele aus unterschiedlichen Lebensbereichen, wie z.B. Gesellschaft, Kultur, Sport und Wirtschaft, beleuchtet werden, die sich als besonders effektiv und zielführend erwiesen haben, Potenziale von Menschen mit Migrationsgeschichte zu heben und weiterzuentwickeln.

Untersucht werden soll, wie die individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen von Menschen mit Migrationsgeschichte gefördert werden können, so dass sie ihre Talente erkennen und weiter entfalten können und sich somit aktiv in der Gesellschaft einbringen können. Auch der Frage, welche Rolle die aktive Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und Normen dabei einnimmt, wird nachgegangen. Dabei spielt auch der Dialog mit Vorbildern eine wichtige Rolle, um die Teilhabe von Migrantinnen und Migranten an Gesellschaft und Kultur zu stärken.

Das Ziel ist die Entwicklung von Projektideen oder Programmansätzen, die geeignet sind, die gesamte Metropolregion Ruhr in diesem Kontext weiter zu unterstützen.

Wie läuft das Themenforum ab?

Zum Austausch und zur Entwicklung der Projektideen oder Programmansätze plant das MKFFI für das erste Halbjahr 2019 zwei Veranstaltungen im Ruhrgebiet – am 8. April 2019 und am 3. Juni 2019.

Die erste Veranstaltung am 8. April 2019 wird sich mit Beispielen guter Praxis zur Talentförderung und Wertevermittlung im Sport befassen.

Die zweite Veranstaltung am 3. Juni 2019 wird sich Beispielen guter Praxis in der Förderung von Talenten im Bereich Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft widmen.

Informationen zu den Event Locations folgen.

Worum geht es genau in der ersten Veranstaltung am 8. April 2019?

Eine erfolgreiche Integration basiert u.a. auf einem Wertedialog, der Menschen mit Migrationsgeschichte die Möglichkeit bietet, sich mit den Werten und Normen einer demokratischen Gesellschaft vertraut zu machen und sich im persönlichen und professionellen Umfeld mit dieser Werteordnung konstruktiv auseinanderzusetzen.

Bei der Vermittlung von Werten kann Sport eine wichtige Rolle spielen. Sport fördert die Begegnung von Menschen unterschiedlicher sozialer, kultureller und ethnischer Herkunft. Er schafft Verständigung und baut wechselseitige Vorurteile im gemeinsamen Erleben ab.

Im Fokus steht daher die Frage, wie eine Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und Normen im Rahmen von Sportaktivitäten am besten gestaltet und umgesetzt werden kann.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Integration und Sport sollen effektive Methoden und Ansätze des Wertedialogs identifiziert werden, in denen Werte in konkreten praxisnahen Lernsituationen vermittelt, analysiert und diskutiert werden. Beispiele guter Praxis können dabei weiterentwickelt werden oder in die Entwicklung neuer Programmansätze zur Förderung des Wertedialogs im Ruhrgebiet einfließen.

Wer ist für die Umsetzung des Themenforums verantwortlich?

Für die Umsetzung des Themenforums verantwortlich sind Minister Dr. Joachim Stamp und Suat Yilmaz, Leiter der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI).

Minister Dr. Stamp ruft die Menschen im Ruhrgebiet auf, sich mit ihrem Wissen, ihren Ideen und Erfahrungen im Themenforum #Chancen, #Vielfalt, #Aufstieg einzubringen und Beispiele guter Praxis zu benennen.

Warum sollte ich mich beteiligen?

Ganz einfach: Mit Ihren kreativen Ideen und konstruktiven Vorschlägen gestalten Sie maßgeblich das positive Miteinander der Menschen im Ruhrgebiet.

Das Ruhrgebiet ist besonders, weil hier die Vielfalt gelebt wird:

5,1 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen, d.h. 28,7 % der Bevölkerung, haben einen Migrationshintergrund. Im Ruhrgebiet leben Menschen aus über 200 unterschiedlichen Herkunftsländern. Die Geschichten, die Stärken und die Perspektiven jedes Einzelnen bilden eine große Vielfalt – eine Vielfalt, die Geschichte geschrieben hat und auch in der Zukunft nicht wegzudenken ist. Vielfalt bedeutet Zukunft.

Mit der Ruhr-Konferenz soll im Jahr der Schließung der letzten Zeche 2018 die Entwicklung des Ruhrgebiets zu einer erfolgreichen, wettbewerbsfähigen und lebenswerten Metropolregion im digitalen Zeitalter vorangetrieben werden – mit neuen Perspektiven für die gesamte Region.

Die Ruhr-Konferenz ist keine einmalige Veranstaltung; sie ist beteiligungsorientiert, als Bürgerkonferenz zu verstehen, in der sachkundige und interessierte Menschen der Region ihre Ideen und Konzepte einbringen können.

Und genau deshalb wollen wir Ihre Beteiligung! Treten Sie mit uns in den Dialog.

  • Wie kann Integration durch gezielte Talentförderung in den Bereichen Gesellschaft, Kultur, Sport und Wirtschaft gelingen?
  • Kennen Sie Beispiele aus den Bereichen Gesellschaft, Kultur, Sport und Wirtschaft, die für Menschen mit Einwanderungsgeschichte die Tür zu Partizipation und Teilhabe geöffnet haben?

Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen und tragen Sie dazu bei, die Vielfalt des Ruhrgebiets widerzuspiegeln! Erzählen Sie uns die Geschichten von gelebter Integration in Ihrem Umfeld.

Sie können bis zum 30. April 2019 Ihre Beispiele guter Praxis einreichen. Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

Wie geht es nach den Veranstaltungen weiter?

Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse werden dem Landeskabinett vorgelegt.

Im Sommer 2019 wählt das Landeskabinett aus allen Themenforen die jeweils erfolgversprechendste Projektidee aus.

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