Bücherei/beaufsichtigte Rückzugsmöglichkeit

"Ein Raum in der Schule sollte als Arbeitsraum, Bücherei und Rückzugsraum zugleich gestaltet werden. Er müsste in den Pausen, möglicherweise während der Freistunden und eventuell auch eine Zeit lang vor und nach der Schule geöffnet sein. (Manche Schüler müssen länger auf öffentliche Verkehrsmittel warten, was bei Kälte und Regen kein Vergnügen ist). Der Raum muss beaufsichtigt sein und es muss eine Ruhepflicht geben - jeder, der sich laut unterhalten oder toben will, kann das auf dem Schulhof tun. Eingerichtet mit Büchern an den Wänden, einigen bequemen Sitzgelegenheiten zum Lesen und Arbeitstischen kann der Raum mehreren Zwecken zugleich dienen:
- er bietet einen niedrigschwelligen Zugang zu Büchern und kann damit eine Vielzahl von Interessen anstoßen,
- er bietet Raum für Kinder, die in den Pausen eher Ruhe als lautes Toben brauchen (Ja, die gibt es. Ich war eins.),
- er kann Kindern, die zu Hause wenig Rückzugsraum haben, einen ruhigen Arbeitsplatz bieten,
- er bietet im Notfall zumindest einen teilweisen Schutz bei Mobbing auf dem Schulhof.
Damit der Raum dies alles leisten kann, muss er beaufsichtigt sein, die Ruhepflicht muss tatsächlich durchgesetzt werden und es sollte keine "dunklen Ecken" geben. (Daher sollten die Bücherregale an den Wänden stehen, nicht im Raum.) Da der Raum für Schüler eingerichtet ist, die dort sein WOLLEN, wäre es viel einfacher, eine Ruhepflicht durchzusetzen, als beispielsweise bei "beaufsichtigten Hausaufgaben"."

Der vorliegende Vorschlag wurde an folgende Themenforen weitergegeben:

10 Beste Bildungschancen unabhängig von Ort und Herkunft – Talentschulen als Modelle für individuelle Förderung

Weiterführende Informationen zu allen Themenforen finden Sie unter www.land.nrw/de/themenforen-der-ruhrkonferenz.

Alle Beiträge wurden redaktionell bearbeitet. Originalpassagen sind durch An- und Abführung kenntlich gemacht, Kürzungen durch (…).