MOBILSTATION.RUHR – Ein Netz der Möglichkeiten

Umstieg leichtgemacht: Ob Bus, Bahn oder Sharing-Angebote – Mobilstationen verknüpfen unterschiedliche Verkehrsmittel und ermöglichen Bürgern somit eine flexible Mobilität.

Bild einer Haltestelle mit Fahrradausleihstation© Ruhrbahn GmbH

An den Mobilstationen im Ruhrgebiet sollen verschiedene Mobilitätsangebote bereitstehen, um von A nach B zu kommen. Hier kann jeder selbst entscheiden, wie er den Weg zur Arbeit, nach Hause oder zum nächsten Supermarkt bewältigen möchte. Ein dichtes Netz von Stationen soll den Menschen ein flexibles Mobilitätsangebot eröffnen, um unkompliziert von einem Verkehrsmittel auf das andere umsteigen zu können.

Jeder Mensch, der im Ruhrgebiet unterwegs ist, kann an einer Mobilstation das passende Verkehrsmittel für seinen Weg finden. Hier hält der Linienbus oder die S-Bahn, neben der Haltestelle stehen E-Autos, Roller oder Fahrräder zur Leihe bereit. Auch die Anwohner profitieren, da sie eine echte Alternative für ihre Mobilität ohne eigenes Auto angeboten bekommen. Zusätzlich gewinnt das Ruhrgebiet an Attraktivität – schließlich wächst das Freizeit- und Jobangebot, wenn die einzelnen Ziele besser erreichbar sind.

Erste Kreise, Städte und Gemeinden in NRW sind bereits dabei, Mobilstationen lokal oder regional zu etablieren. Unterstützt werden sie dabei vom „Zukunftsnetz Mobilität NRW“, das in Fachgruppen gemeinsam mit den Kommunen an einer Umsetzung vor Ort arbeitet. Das Projekt soll die Umsetzung eines flächendeckenden und einheitlichen Systems im Ruhrgebiet beschleunigen.

Je nach Lage ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an die Ausstattung der Mobilstationen. Daher ist eine individuelle Anpassung an die Rahmenbedingungen der jeweiligen Stadtteile erforderlich. An den Stationen selbst soll die Leihe der unterschiedlichen Fahrzeuge einfach und einheitlich sein – egal ob in Bochum oder Breckerfeld. Optisch sollen sich die Mobilstationen harmonisch ins Stadtbild einfügen und trotzdem ein Hingucker sein.

Kommentare (3)

Christian

ID: 118 11.06.2019 11:17

Eine gute Idee, die in allen Klein- und Großstädten an Verknüpfungspunkten umgesetzt werden sollte.
Aber Mobilstationen sollten auch fernab von größeren Bus- und Bahn-Verknüpfungspunkten ergänzend dezentral direkt in Wohnsiedlungen entstehen, z.B. durch Ergänzung einer "zentralen" Bushaltestelle durch Carsharing-, MetropolradRuhr- und neu E-Tretroller-Angebote. So könnten Anwohner frei entscheiden, ob sie klassisch mit ihrem Privat-Pkw direkt zum Ziel fahren möchten oder mit dem Bus zum nächsten Verknüpfungspunkt - oder eben neu mit einem geliehenen Auto / Fahrrad / E-Tretroller zum nächsten Verknüpfungspunkt (flexibel, fahrplanunabhängig, jederzeit verfügbar) und von dort aus z.B. mit einer Straßenbahn oder S-Bahn die weitere Fahrt antreten wollen.

Uwe

ID: 86 17.05.2019 20:17

Auch dieser Ansatz ist prima und sollte mit den Projekten Radwegeausbau, Modernisierung ÖPNV und Parkpilot zusammen umgestzt werden.

Coco

ID: 36 15.05.2019 20:43

Um Carsharinganbieter, die bereit sind ein Freefloatingangebot überhaupt für den polyzentrischen Raum zu begeistern, wären einheitliche Regelungen und Anreize notwendig. Ein solches System müsste städteübergreifend angeboten werden.