JOB-MOBIL – Nachhaltig und kostengünstig durch den Berufsalltag

Maßnahmen gegen Pendlerfrust: Mitarbeiter müssen mobil und ihre Arbeitsstellen gut erreichbar sein. Modernes Mobilitätsmanagement in Unternehmen liefert Lösungen und spart Kosten und Emissionen.

Bild von umsteigenden Menschen am Bahnhof© Kompetenzcenter Marketing NRW (KCM)

Der Arbeitsweg ist ein wichtiges Kriterium bei der Jobwahl. Attraktive Mobilitätsangebote für Mitarbeiter gewinnen daher für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Ein strategischer Ansatz ist das betriebliche Mobilitätsmanagement. Dabei geht es darum, Lösungen zu finden, um die effiziente und umweltverträgliche Mobilität der Mitarbeiter zu fördern.

Mitarbeiter und Arbeitgeber: Schon einzelne Maßnahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements können positive Auswirkungen auf Unternehmen haben. Mitarbeiter profitieren unter anderem von finanziellen Einsparungen, beispielsweise beim ÖPNV-Ticket, einem entspannteren Arbeitsweg und den positiven Effekten auf die Gesundheit. Das Unternehmen fördert die Motivation der Mitarbeiter und spart Kosten für Stellplätze oder Dienstreisen.

Viele Unternehmen haben bereits eigene Mobilitätsangebote eingeführt. Dazu gehören komfortable und sichere Fahrradabstellanlagen, die Elektrifizierung des Fahrzeugpools, die Finanzierung von Jobtickets oder die Buchung von Carsharing-Fahrzeugen für Dienstfahrten. Durch die Kooperation mit Carsharing-Unternehmen müssen die Unternehmen keine eigenen Fuhrparks mehr betreiben, die parallel zu den regionalen Carsharing-Angeboten bestehen. Für kleinere Betriebe im Ruhrgebiet sind solche Angebote aufgrund der geringeren Mitarbeiterzahl schwierig anzubieten. Hier gilt es, das Mobilitätsmanagement für mehrere Unternehmen gemeinsam voranzubringen – durch Beratungsangebote und in Kooperationen.

Ziel ist es, möglichst viele Unternehmen im Ruhrgebiet von einem Mobilitätsmanagement zu überzeugen und nachhaltige Mobilitätsangebote im betrieblichen Umfeld zu verankern. Dafür ist es notwendig, auf verfügbare Beratungsangebote stärker hinzuweisen. Auch der Austausch zwischen den Unternehmen, etwa über eine Daten- und Informationsplattform, unterstützt die Einführung von Mobilitätsangeboten.

Kommentare (4)

Gerlinde

ID: 120 11.06.2019 11:26

Alles muss Hand in Hand gehen, bessere Angebote und Mobilitätsvernetzung von Bahn (Taktung und Anschlüsse), Bus, Fahrradschnellwegen, Mobilitätsstationen mit Car-sharing und Fahrradverleih, so dass ArbeitgeberInnen ergänzende Angebote von Ticketzuschuss, Fahrradparken und -Reparatur/-Aufladung etc. anbieten können, die dann gerne genutzt werden, weil man vergleichbar schnell (mit zentralem Infosystem) und umweltfreundlicher zur Arbeit kommt.

Uwe

ID: 60 17.05.2019 13:03

Auch gilt erst ordentliche laufende datenaufnahne.
Datenanalyse und dann in kleinen Schritten umsetzen.
Mit veröffentlichen der Daten wohlgemerkt.
Auch dürfen hier die verwaltungsbeamten aussen vorgehalten werden damit die Wirtschaftlichkeit zwingend ist.

Volker

ID: 40 17.05.2019 08:13

Die Planer haben scheinbar überhaupt nicht berücksichtigt, dass Kleine und Mittelständische Betriebe die größten Arbeitgeber sind!? Wie sollen diese das umsetzen?

Moderation

ID: 44 17.05.2019 10:33

Guten Tag Volker,

vielen Dank für Ihr Interesse am Projekt JOB-MOBIL. Selbstverständlich kann nicht jedes Unternehmen seinen Mitarbeitern einen eigenen Fuhrpark mit Elektroautos anbieten. Auf der anderen Seite gibt es im Ruhrgebiet aktuell noch viele größere Unternehmen, die die oben beschriebenen Maßnahmen noch nicht umgesetzt haben. Kleineren Unternehmen und Mittelständlern soll JOB-MOBIL bei der Entwicklung eines Mobilitätsmanagements beratend zur Seite stehen und Kooperationen mit anderen Unternehmen fördern.

Viele Grüße
Moderation Neue Mobilität