MOBILITÄTSZENTRALE.RUHR – Informationen bündeln, schneller ankommen

Orientierungshilfe im Mobilitätsdschungel: Die Mobilitätszentrale bündelt die Verkehrsinformationen der gesamten Region und dient somit als zentrale Servicestelle für Daten und Informationen rund um das Thema Mobilität.

Bild von vielbefahrener Straße© A G Baxter / Shutterstock.com

Wie komme ich am schnellsten zur Arbeit oder nach Hause? Nehme ich die Bahn oder das Auto? Wo gibt es Staus oder Verspätungen? Mit einer zentralen Leitstelle könnten Informationen verkehrsmittelübergreifend für die gesamte Region gebündelt und die Angebote und Akteure besser miteinander vernetzt werden.

Eine gebündelte Verkehrsdatenerfassung ermöglicht verlässliche Prognosen über Verkehrsströme und Echtzeitinformationen über Behinderungen. Damit können Bürgerinnen und Bürger jederzeit über die optimale Reiseroute und das optimale Verkehrsmittel entscheiden. Das Resultat: kürzere Reisezeiten und weniger Emissionen.

Derzeit gibt es viele verschiedene Angebote, die über die Verkehrssituation im Ruhrgebiet informieren: Das Portal verkehr.nrw gibt Auskunft über die aktuelle Lage auf der Straße, die App DB Streckenagent und die Plattform Zuginfo NRW über Störungen, Baumaßnahmen oder Verspätungen auf der Schiene. Dazu kommen die Kanäle der Verbünde und Verkehrsunternehmen. Eine zentrale Leitstelle kann möglichst vielen Menschen im Ruhrgebiet, unabhängig von der Wahl des Verkehrsmittels, den Zugang zu Informationen erleichtern.

Eine Mobilitätszentrale für das Ruhrgebiet erfordert einerseits die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Mobilitätsanieter, Planungs- und Entscheidungsträger. Andererseits müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehören zum Beispiel die Vereinheitlichung der Datenerhebung sowie das Einrichten einer Datenplattform und entsprechender Schnittstellen.

Kommentare (6)

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Andreas

ID: 96 21.05.2019 14:35

Klingt nach Wiederbelebung des Ruhrpiloten!? Der war nicht besonders erfolgreich!

Arno

ID: 72 17.05.2019 16:41

Arno
Immer nur so aktuell, wie die Meldungen, also meist zu spät

Uwe

ID: 55 17.05.2019 12:46

Erstmal sollte eine app erarbeitet werden die Sorge dafür trägt das die Nutzer Informationen rein kommen.
Aus dem Datenquelle können dann notwendige Schritte erkannt und umgesetzt und bewertet werden.
Einfach Geld hier rein kippen das gibt nix.

Volker

ID: 41 17.05.2019 08:23

Ganz offensichtlich fahren die Planer selbst kein Auto oder arbeiten im Homeoffice!?
Der normale Tag eines Pendlers sieht in etwa so aus: nach dem Aufstehen, direkt das Radio an oder die Smartphone App eingeschaltet, um die aktuellen Staus abzufragen. Das alles löst aber nicht das Problem, dass die allermeisten Staus spontan entstehen. Dazu kommt das größte Hemmnis für Leute wie mich, die eher wenig den ÖPNV nutzen. Ich wohne am Stadtrand und muss mind. dreimal umsteigen, um nur in die Nachbarstadt zu kommen. Das macht den Weg auch dreimal so lang, wie es mit dem Auto dauert und selbst ein Stau, kostet nicht so viel Zeit. Da ich da den Anbieter auch noch wechsele, ist der Fahrpreis unverhältnismäßig teuer, denn als Wenigfahrer finanziere ich nach wie vor, die günstigeren Pendler-Dauertickets.

Marc

ID: 49 17.05.2019 11:37

Eine zentrale Leitstelle löst aus meiner Sicht ebenfalls nicht das bestehende Problem.
Hier wäre es wichtiger für die Verbesserung der Gesamtmobilität, wenn die ÖPNV-Verbindungen ruhrgebietsweit geplant und koordiniert würden.
Ein Blick auf die aktuellen Verkehrspläne des ÖPNV zeigt auf, dass viele Verbindungen kurz vor der Stadtgrenze enden, anstatt eine sinnvolle Vernetzung über die Stadtgrenzen hinweg zu ermöglichen.
In den Fällen, wo Verbindungen über Stadtgrenzen hinweg doch existieren, werden die Taktzeiten für diesen Übergang häufig ausgedünnt.
Hier würde eine zentrale Planungseinrichtung z.B. beim VRR für das gesamte Ruhrgebiet förderlich sein, dem "großen Wurf" eines guten gesamtheitlichen ÖPNV-Angebotes im Ruhrgebiet ein Stück näher zu kommen.