Patenprogramm NRW

Eine Karriere im Leistungssport ist der Traum von vielen Kindern. Der Weg dahin ist jedoch nicht leicht und braucht Förderer, auch im sozialen Umfeld. Mentoren sollen den Weg von Kindern und Jugendlichen begleiten und ihnen zusätzlich zu ihren Familien eine Stütze geben.

Talent allein reicht nicht im Leben! Im Ruhrgebiet (und der gesamten Rhein-Ruhr-Region) leben gerade in den sozialschwächeren Quartieren Kinder und Jugendliche, die engagiert Sport treiben. Ihre Anlagen gilt es zu fördern, um mit der sportlichen Begabung ihre Lebensperspektiven zu verbessern. Der Weg zum Leistungssport ist kein leichter, sondern benötigt viel Unterstützung in verschiedenen Bereichen des Lebens. Vereine und Schulen bzw. Sportlehrerinnen und Sportlehrer kennen die begabten Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler. Aber sie können eine mögliche sportliche Karriere nur bedingt unterstützen. Familien kommt dabei eine besondere Rolle zu und kann sie aus verschiedenen Gründen an ihre Grenzen führen. Um sie zu entlasten sollen Mentoren jenseits des Trainingsplatzes den jungen Menschen im Sport und im Leben zur Seite stehen und sie unterstützen.

In Rahmen eines Mentorenprogramms sollen Patenschaften für Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler übernommen werden. Das Patenschaftsangebot richtet sich an Menschen aus allen Feldern von Beruf und Gesellschaft. Die Mentoren sollen ihre jugendlichen Patenkinder zu Trainings und Wettkämpfen begleiten sowie bei der Koordination von Schule/Ausbildung und Sport helfen.

Zusätzlich sollen als „Leuchttürme“ prominente Paten gewonnen werden, um auch öffentlich-mediale Aufmerksamkeit für das Programm zu erreichen.

Kommentare (2)

Niklas

ID: 138 08.07.2019 14:04

Da die häufig übertriebene Einwirkung der Eltern auf ihre Kinder im Leistungssport oftmals nicht nur den Kindern, sondern auch dem Sport schadet, wäre Unterstützung an dieser Stelle wünschenswert. Vor allem sollte auf eine realisitsche Einschätzung der Fähigkeiten und Chancen der Kinder hingewirkt werden und auch beim Aufbau eines Plan B geholfen werden, falls es mit dem Leistungssport nicht klappt.

Lars

ID: 130 28.06.2019 23:29

Der Ansatz ist gut, jedoch sollte so ein Mentoringprogramm konzeptionell aufgestellt sein und auch hauptamtlich betreut werden, um die Mentoren mit ihren Schützlingen zu koordinieren. Außerdem sollten den angehenden Leistungssportlern auch Alternativen im sportlichen Ehrenamt aufgezeigt werden, falls es mit dem Leistungssport nicht klappt. Eine Förderung von jungem ehrenamtlichen Engagement ist genauso sinnvoll wie wie die Förderung des Leistungssports.