Die Olympische Idee Im Ruhrgebiet – Erlebnischarakter von Sportgroßveranstaltungen stärken

Sport(groß)veranstaltungen können einen signifikanten Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger haben, etwa mit Blick auf Lebensqualität, Wertevermittlung oder Motivation zur sportlichen Betätigung. Voraussetzung ist die Unterstützung der Veranstaltung in der Bevölkerung. Die zentrale Frage dieses Projekts ist, wie aus passiven Zuschauerinnen und Zuschauern aktive Unterstützerinnen und Unterstützer werden können.

Dieses Projekt soll dazu beitragen, die Menschen im Ruhrgebiet stärker für Sportveranstaltungen zu begeistern. Dieses Projekt widmet sich deshalb der Akzeptanzsteigerung, indem es an die Identifikation mit den individuellen Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger im Sportland.NRW anschließt und möchte Maßnahmen aus den Bereichen Sport, Freizeit und Digitalisierung ableiten. Damit soll das Potenzial von Sportgroßveranstaltungen auf vielfältige Weise gehoben werden.

Die Olympische Idee beschreibt einen umfassenden Lebensstil. Sie fördert seit der Antike den sportlichen, friedlichen Wettstreit unter Völkern. Nach dem Vater der neuzeitlichen Spiele, Pierre de Coubertin, wird die Bildung von Körper und Geist angestrebt und Respekt vor universalen und fundamentalen ethischen Prinzipien vorgelebt. Die Förderung dieser Idee hat auch heute nicht an Aktualität verloren und ist im Interesse einer modernen, weltoffenen Gesellschaft.

Aus diesem Grund sollen existente und neue Maßnahmen verbunden werden, um den Erlebnischarakter für Bürgerinnen und Bürger zu stärken.

Beispiele zur Förderung der Olympischen Idee im Ruhrgebiet:

  • Die Rhein-Ruhr-Region bewirbt sich um die Ausrichtung von mehreren Sportveranstaltungen mit großer Strahlkraft für die Region.
  • Wir laden die Jugend der Welt (Generation Z) zu uns ins Sportland.NRW ein und beteiligen sie frühzeitig an nationalen und internationalen Jugendmeisterschaften. Unter „Dreams 2032“ wird eine mögliche Brücke zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2032 geschlagen.
  • Volunteering- und Mentorenprogramme ermöglichen das Gemeinschaftserlebnis für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Olympic-Day-Angebote können auf die 14 Kommunen, die ihre Bereitschaft für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2032 bereits signalisiert haben, ausgeweitet werden.
  • Es gilt auch Bereiche abseits der reinen Sportveranstaltungen zur Steigerung der Akzeptanz sportlicher Großereignisse zu identifizieren. Kooperationen mit Stadien und Museen ermöglichen etwa eine Virtual Reality Experience gepaart mit Akustik.
  • In diesen Kontext gehört ebenfalls eine erlebbare Erinnerungskultur, die an erfolgreiche Großereignisse und Sportlerinnen und Sportler erinnert, z.B. durch eine Hall of Fame Ruhr oder ein Oral History Projekt, in dem die Berichte von Zeitzeugen gesichert (digital) zugänglich gemacht werden.
  • Die Intensivierung von Bewegungsangeboten in Kitas und Grundschulen sowie einer bewegungsaktivierenden Infrastruktur soll unterstreichen, dass mit der Zielperspektive Olympia 2032 umfassende Fördermaßnahmen für einen bewegungsfreudigen Alltag sowie eine gesundheitsbewusste Lebensführung verknüpft sind.
  • Kreation lokaler Verbünde, damit junge Menschen mittels eines Vereinsschnupperpasses diverse Angebote in ihrer Umgebung ausprobieren können.
  • Flankierende Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Marke Sportland.NRW.

 

Kommentare (3)

Niklas

ID: 137 08.07.2019 13:42

Als Sportland Nr. 1 sollte NRW Bewerbungen für Sportgroßveranstaltungen auf jeden Fall ausweiten. Die Begeisterung für Sport muss vor allem in der Jugend beibehalten bzw. gestärkt werden, damit auch die Zukunft des Sports gesichert wird - und das nicht nur im Leistungssport.

Ariane

ID: 136 04.07.2019 12:32

Der Erlebnischarakter von Großveranstaltungen und damit verbundene Wir-Gefühl wirkt wie ein Lagerfeuer - solche Lagerfeuer brauchen wir gerade im digitalen Zeitalter.

Ariane

ID: 128 18.06.2019 15:35

Sehr gute Idee. Vor allem, wenn man bedenkt, wie das Ruhrgebiet von der Realisierung profitieren wird, allem voran infrastrukturell (siehe München vor den Spielen). Das bleibt dem Ruhrgebiet auch nach 2032!