Sport-Valley Region Ruhr

Wie können ungenutzte Halden und Anlagen im Ruhrgebiet genutzt werden, um Areale für Sport und eine bewegungsaktivierende Infrastruktur zu schaffen? Sport-Valley Region Ruhr strebt an, bedarfsspezifische Bewegungsparks mit In- und Outdoor Bereichen zu schaffen und dabei die Quartiersentwicklung der Innenstadtbereiche, der umweltfreundlichen und bewegungsaffinen Mobilität und der Kreation von Räumen, die zum Aufhalten einladen, in den Städten voranzubringen. Damit soll aus sportlicher Perspektive ein Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität erbracht werden. Teilhabe, Innovation und Vernetzung stehen dabei im Vordergrund.

 

Dieses Projekt verfolgt das Ziel, Sportareale sowie eine bewegungsaktivierende Infrastruktur näher an die Menschen heranzubringen. Halden und weitere ungenutzte Industrieanlagen sowie Parkanlagen und Quartierflächen sollen zu generations- und kulturübergreifenden Aktivitätsarealen entwickelt werden, die barrierefrei zugänglich sind und alle Teile der Bevölkerung zu sportlichen Aktivitäten einladen und vernetzen. Die dadurch entstehenden Räume können von einer Vielzahl von bürgerschaftlich engagierten Akteuren, Vereinen sowie der Zivilgesellschaft genutzt werden.

Zahlreiche leerstehende Halden und Industrieanlagen im Ruhrgebiet können zu Räumen der Bewegungsförderung, des Sports und des gemeinschaftlichen Miteinanders weiterentwickelt werden. Ebenso eignen sich vielerorts innenstadtnahe Bereiche, den sich verändernden Bedarfen von urbanem Leben, Mobilität und innerstädtischer Attraktivität anzupassen. Die Anlagen könnten In- und Outdoorangebote umfassen. Die Bewegungsparks richten sich auf den Breitensport aus und verbinden Bewegung mit Spaß und Spiel. Menschen verschiedenen Alters werden eingeladen, Körper und Geist fit zu halten. Die Indoorbereiche können sowohl analoge als auch digitale Angebote anbieten, z.B. Schiedsrichter- und Trainerausbildungen oder die Vermittlung von Skills an der Schnittstelle von Sport und Digitalisierung / Programmierung. Solche Räume, bespielt von verschiedenen Akteuren aus Vereinen, Wirtschaft, Start-Ups und ehrenamtlich Engagierten, genutzt von der breiten Bevölkerung, können ein neues, auf die Bedarfe der Bevölkerung abgestimmtes Instrument der Teilhabe bilden.

Die alten Halden und geplanten Zentren sollten auf quartierspezifische Bedarfe abgestimmt werden. Das Projekt könnte ggf. durch einen Wettbewerb „urbane Quartiersentwicklung“ flankiert werden.

Kommentare (2)

Niklas

ID: 135 03.07.2019 11:39

Muscle-Beach und Trimm-dich-Pfade sind gute Vorbilder für diese Idee. Sport im Freien auf Halden oder alten Zechengeländen, den Erben des Bergbaus. Eine gute Idee.

Jens

ID: 126 17.06.2019 21:49

Spannende Idee, bitte auch die Möglichkeit mitdenken, klassischen Sport in neue Settings zu übertragen und nicht nur auf Trendsport setzen - so können auch die Vereine gut mitgenommen werden, insbesondere auch der wettbewerbsorientierte Sport.