Jugendredaktion Ruhr

ID: 10
Erstellt von David am 30.01.2019 um 17:13 Uhr
Präsentation / Vortrag

Im nördlichen Ruhrgebiet genauso wie in weiten Teilen anderer vor allem durch Industrie geprägten Regionen Deutschlands nehmen immer mehr Jugendliche – vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund - nicht mehr Teil an den gesellschaftliche Prozessen. Sie sind kaum eingebunden in die Debatten. Politik wird an ihnen vorbei gemacht. Im besten Fall werden sie ignoriert, ihre Stimmen werden nicht gehört. Das führt dazu, dass die Bindung von immer mehr Jugendliche zu ihrer Kommune, zu ihrem Staat geschwächt wird. Sie fühlen sich nicht als Handelnde in einem gesellschaftlichen System, sondern als Menschen, über die hinwegregiert wird. Ihre Bedürfnisse werden nicht wahrgenommen, ihre Ansprüche nicht erkannt.

Hier wollen wir gegensteuern.

Basierend auf unseren Erfahrungen mit dem Projekt „Auf eine Shisha mit...“ (https://correctiv.org/auf-eine-shisha-mit/) wollen wir uns auf Augenhöhe mit Jugendlichen begeben, wollen Ihnen dabei helfen, ihre Einflussmöglichkeiten auf demokratische Entwicklungen zu entdecken und ihnen insgesamt eine besser Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen.

Dazu wollen wir im Rahmen einer WEB-TV-Serie gemeinsam mit Jugendlichen den Hoffnungen und Problemen gerader junger Menschen in sozial schwächeren Regionen nachspüren. Dabei soll der Dialog nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe erfolgen. Die Jugendlichen sollen in Workshops selbst lernen, wie sie sich ausdrücken können; wie sie Dinge beschreiben können, die ihnen gefallen und die ihnen mißfallen. Die Jugendlichen sollen ertüchtigt werden, sich selbst auf die Suche nach den Hoffnungen und Problemen gerader junger Menschen zu machen.

Die WEB-TV-Serie soll von den Jugendlichen selbst produziert und veranschaulicht werden. Die WEB-TV-Serie soll andere Jugendliche motivieren selber in ihrer eigenen Stadt aktiv zu werden.

In einem weiteren Schritt sollen die Jugendliche Methoden lernen, wie sie die Dinge im Rahmen einer demokratischen Meinungsfindung zum Besseren verändern können. Wir wollen Ihnen zeigen, welche Methoden sie nutzen können, um Beiträge zu demokratischen Prozessen zu liefern. In einer Art Jugendredaktion wollen wir am Beispiel der WEB-TV-Serie möglichst Praxisnah mit den Jugendlichen arbeiten und jeden Schritt des Prozesses in der WEB-TV-Serie veranschaulichen.

Die Jugendlichen werden so selbst zu Handelnden in ihrer eigenen Geschichte. Sie lernen, dass sie in einer Demokratie selbst Verantwortung für ihr Dasein übernehmen können. Sie werden über die WEB-TV-Serie zu Rollenmodellen für andere Jugendliche, die sich ebenfalls auf den Weg machen wollen, Teilhaber der Gesellschaft zu werden.

Die Ergebnisse dieser Arbeit mit den Jugendlichen wollen wir vor allem über soziale Medien kommunizieren, um möglichst viele Jugendliche auch in anderen Gemeinden einzubeziehen und an den Lernstufen der WEB-TV-Serie zu beteiligen.

Anders gesagt: Wer seine Hoffnungen und Probleme benennen kann, wird im Gespräch mit anderen einen Weg finden, diese Hoffnngen zu realisieren und Probleme zu lösen. Er wird zum Beispiel für andere Jugendliche, die sich emanzipieren wollen. Dabei können wir helfen.

So wird Integration und Partizipation am Beispiel einer aktiven Gruppe von Jugendlichen nachvollziehbar.