Was setzen wir dem verlegerischen Einheitsbrei im Ruhrgebiet entgegen?

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Erstellt von Frank am 14.02.2019 um 14:56 Uhr
Streitgespräch Workshop

Das Ruhrgebiet leidet daran, dass die Medien fest in der Hand eines Großverlags sind. Die Funke-Mediengruppe stampft im Ruhrgebiet die Medienvielfalt weiter ein. Nach der Meldung der vergangenen Woche sind wieder einmal mehr als 300 Mitarbeiter bundesweit von den Einsparungen betroffen, davon dutzende Redakteur*innen an den drei Zeitungstiteln im Ruhrgebiet (WAZ, NRZ und Westfalenpost). Ebenfalls besonders unter Druck sind derzeit die Lokalfunksender im Ruhrgebiet, die auch von Tochterfirmen der Funke-Mediengruppe betrieben werden. Auch hier setzt die Mediengruppe auf Vereinheitlichung, um ihre Sparziele zu erreichen – zu Lasten der Medienvielfalt.

Wir als Deutscher Journalisten Verband beobachten diese Entwicklung im Ruhrgebiet schon lange und sagen, dahinter steckt blinde Profitgier. Denn eine langfristige Strategie lässt sich nicht nur in diesem Medienhaus jenseits der Renditeoptimierung schon lange nicht mehr erkennen. Wir brauchen jetzt Zukunftsvisionen wie wir die verschiedenen Blickwinkel durch unterschiedliche Medien im Lokalen erhalten. Qualitätsjournalismus ist für uns dabei Voraussetzung. Wir als Deutscher Journalisten Verband NRW wollen, dass die Mediengeschichte im Ruhrgebiet erfolgreich fortgeschrieben wird.

Wir wollen mit Euch ins Gespräch kommen.

- Qualitätsjournalismus mit immer weniger Mitarbeitern? Können Verlage so ihrer gesellschaftlichen Aufgabe überhaupt noch gerecht werden?
- Wie kann man Medienhäuser in die Pflicht nehmen, sind Privilegien wie Tendenzschutz oder Mehrwertsteuerermäßigung noch zeitgemäß?
- Wie schaffen wir unabhängig von den Verlagen eine neue Vielfalt und wie könnte die sich finanzieren?

Wir brauchen ein Konzept im Ruhrgebiet, das im besten Fall von der Politik und/oder von anderen unabhängigen Sponsoren unterstützt wird.

Deshalb interessieren mich als Landesvorsitzender des DJV Eure Visionen, Ideen und Projekte. Lasst uns heute gemeinsam das Projekt angehen und im Gespräch bleiben.